Hast du manchmal das Gefühl, du hast dich irgendwie verloren?
Du weißt nicht genau wie du sein sollst als Frau?
Du hörst, „Du sollst mehr deine Weiblichkeit leben“ … und denkst dir, wie soll ich das machen, wenn es nicht reicht einfach Frau und Mutter zu sein?
Bist gespalten zwischen den Welten. Der Berufswelt, die meistens sehr männlich geprägt ist.
Der Welt deiner Herkunft und dem Rollenverständnis dazu, das dich prägte und deiner Welt, du in deinem Leben als Berufstätige, Mutter, Frau, Tochter und Freundin.
Wer ist dein Rolemodel für Weiblichkeit und Erfolg?
An wem orientierst du dich?
Meine innere Frau meldet sich immer schon sehr laut, wenn es zu Unfairness und Benachteiligungen Frauen gegenüber kommt. Momentan bäumt sie sich sehr lautstark auf.
Vielleicht ist dir die Werbung schon aufgefallen, wo eine Frau im Fitnessstudio zur Hantelbank geht und sagt, „Mal sehen was meine Inkontinenz dazu sagt, aber ich habe ja ein Kraftwerk in der Hose!“ Dahinter sieht man einen muskelbepakten, braungebranntenTypen....
Bitte? Geht´s noch? Das ist ja mehr als unter die Gürtellinie. So ein Frauenbild wird uns heute 2020 im Vorabendprogramm präsentiert.
Frag einmal einen Mann ob er auch ein Kraftwerk in der Hose hat? Was wird wohl die Antwort sein? „Ja sowieso“! Und er meint ganz sicher nicht seine Inkontinenzeinlage...
Warum ist bei einem Mann das Geschlechtsteil das Kraftwerk und bei Frauen die Inkontinenzeinlage?
Warum kommt die Werbeindustrie auf so ein Frauenbild? Wer macht so einen Werbefilm? Steckt da eine Frau oder ein Mann dahinter?
Oder ist die Reizdarmgeschichte, „Papa hat immer pups gemacht“ die Antwort einer Frau?
Solange sich deine eigene innere Haltung zu dir als Frau und die Haltung der Männer Frauen gegenüber nicht verändert, sind gleiche Bezahlung oder ein Binnen I nur wie aufgesetzte Wimpern.
Wenn eine Frau Mist baut und zurück tritt sagt sie, „Ich mache Platz für jemanden der es besser kann.“
Wenn ein Mann richtig Sche....baut sagt er *,
„Das war das Geld der Schwiegermutter“,
„Ich bin reingelegt worden“,
„Es war a bsoffene Gschicht“,
„Es waren K.O. Tropfen“,
„Die Medien sind schuld“.
(vom Y.B. geklaut aus dem Netz, aber es trifft es genau auf den Punkt... Danke ich liebe deinen Humor)
(*Anmerkung: Ja mir ist vollkommen klar, dass nicht alle Frauen und Männer gleich reagieren. Damit verallgemeinere ich nicht, sondern nehme auf die innerpolitische Bühne Bezug, die jeden von uns auch etwas vorzeigt)
Genau solche Bilder und Meinungen, füttern unser Unbewusstes und verwirren unser natürliches, feminines Ich!
Die Rebellin in mir springt da auf und schreit lauthals, das geht nicht!
Bitte liebe Frauen, was habt ihr für ein Bild von euch selbst? Sei dir selber bewusst, dass du eine Frau bist MIT deinen femininen Qualitäten. Wenn du sie verloren hast, oder diese Stimme nicht mehr so klar hörst, dann kannst du sie wieder finden.
Wie möchtest du dich zeigen und gesehen werden?
Du hast deine femininen Qualitäten in dir, seit Anbeginn an, das genau macht den Unterschied aus. Vergleich dich nicht mit Männern und passe dich nicht an, nur damit du auch ein Stück Kuchen abbekommst, den du gebacken hast!
In der Geschichte der Frau, ist zu sehen, dass Frauen immer in Krisen eine ganz wichtige und starke Rolle eingenommen haben. Im und am Ende des 2. Weltkrieg, waren es die Frauen, die für das Überleben sorgten. Sie haben Geld verdient, aufrecht gehalten was zu erhalten war. Haben durch Kreativität und Schlauheit Essen beschafft und für überleben gesorgt. Haben Schutt und Asche weggeschafft, Ziegel geschupft und waren massgeblich am Wiederaufbau beteiligt.
Als die gebrochenen, traumatisierten Männer aus dem Krieg zurückkamen, trafen sie auf eine erwachsene, selbstständige, starke Frau die alles schaffte und das Leben im Griff hat. Er hatte eine fremde, neue Frau und sie einen fremden, gebrochenen in sich gekehrten Mann. Nicht selten fingen die beiden nichts mehr miteinander an, blieben aber aus Abhängigkeit und Moral beieinander.
Diese Selbstständigkeit wurde der Frau sehr bald wieder aus den Händen genommen und an den Herd, ins Kinderzimmer und in die Rolle der Rückenstärkung für den erfolgreichen Mann gedrängt.
Genau dieses Rollenbild wird in fast jeder Aufstellung sichtbar, wenn es um unsere Großeltern geht und dem daraus resultierenden Frauenbild, das bis heute spürbar ist. Die heutige Frau trägt dieses innere Ahnenbild und das heutige, vorgegaukelte taffe Mann-Frau-Bild in sich und ist innerlich zerrissen.
Was ich damit sagen möchte ist, dass diese Kraft nichts typisch männliches ist. Nur sehr viele Frauen orientieren sich an Männern. Es gibt auch die typisch weibliche Kraft, sie zeigt sich nur anders als bei Männern. Daher finde deine ureigene weibliche Kraft. Kennst du den Unterschied?
Meine liebe Frau, du darfst dein natürliches Ich, deine femininen Qualitäten zeigen, leben und ausstrahlen. Nur so hast du das Gefühl, bei dir angekommen zu sein, Du sein zu können.
Das gibt dir eine Stärke, Ruhe und Gelassenheit die ungeahnte Kräfte in dir wecken. Gib dich dem hin und lass dich vom Leben überraschen. Dann bist du „Ganz Ich“, kannst dich annehmen so wie du bist, liebst und achtest dich, und bist auf Augenhöhe mit einem starken Mann an deiner Seite....wenn er auch dazu bereit ist!
Über die femininen Qualitäten erzähle ich dir im nächsten Artikel. Bis dahin mache dich auf die Suche...
Was sind für dich weibliche Qualitäten?
Alles Liebe Anita